Liebe Schwestern und Brüder!

In diesem Jahr möchte ich Ihnen einmal „Stürmische Weihnachten“ wünschen!

Sie werden sich jetzt fragen: Was soll denn das!? Weihnachten soll doch besinnlich, friedlich, froh und gnadenreich sein! Wie kommt der Pastor denn auf so eine verrückte Idee?

Die Idee kam mir beim letzten Herbststurm. Mich stimmt es immer traurig, wenn der Sturm die Bäume kahl zaust und dann der Winter folgt. Dieses ist aber die Voraussetzung, dass die Erneuerung der Natur von uns Menschen wirklich ersehnt und als großartiges Geschenk erkannt werden kann.

Das menschliche Leben kennt allerlei Stürme die uns hin- und herwerfen. Wir fürchten sie und wissen doch, dass sie zum Leben dazugehören. Außerdem ist der Sturm ein Sinnbild für das Wirken des Gottesgeistes.

Die Weihnachtszeit ist in vielerlei Hinsicht eine stürmische Zeit: Weihnachtsmärkte und Geschäfte werden gestürmt, der Weihnachtputz und viele andere Vorbereitungen zu Hause verlaufen oft stürmisch. Wenn Kinder am Heiligabend so sind, wird das Weihnachtszimmer gestürmt und dasselbe sieht nach dem Auspacken der Geschenke aus wie nach einem Orkan.

Besinnlichkeit und Ruhe sind natürlich wichtig. Nehmen sie aber Überhand, führen sie schnell zu gähnender Langeweile. Wenn wir auch in den Stürmen des Lebens etwas Freundliches und Gottvolles sehen, finden wir an ihnen
dann auch eine frohmachende Seite.

Deshalb wünsche ich Ihnen – auch im Namen des Pastoralteams – ein stürmisches Weihnachtfest, welches Sie nicht durcheinanderwirbelt, sondern in die guten Hände Gottes weht!

Ihr

Pastor Bernd Götze

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