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3Klang in Kallenhardt feierlich eröffnet

Es ist vollbracht: Mit einem ökumenischen Festgottesdienst und einem kleinen Fest am Pfarrhaus wurde am Sonntag das Pilgerprojekt „3Klang“ in Kallenhardt eingeweiht. Gleich vier Pfarrer stellten mit Bernd Götze, Dr. Christiane Karin Saßmann sowie Dechant Thomas Wulf und Superintendent Alfred Hammer die Bedeutung dieses Projektes heraus.Menschen, die unterwegs sind, die zu Gott finden wollen, werden von den Pilgerwegen und -kirchen angesprochen, erläuterte Götze. Für diesen war der gestrige ein besonderer Tag. „Es ist sehr intensiv darauf hingearbeitet worden, jetzt ist es endlich soweit, dass es losgehen kann“, erklärte Götze im Vorfeld des Gottesdienstes.

Das Pilgern biete in der heutigen Zeit vielen Menschen die Möglichkeit, sich dem Glauben zu nähern. „Vor 30 Jahren wäre keiner auf die Idee gekommen, nach Santiago de Compostela zu pilgern. Heute ist das eine Riesenbewegung.“

Auch die evangelische Kirche habe das Pilgern für sich entdeckt, so Pfarrer Götze. „Daher stammt ja die Idee für dieses Projekt. Auslöser war die drohende Schließung der Erlöserkirche in Kallenhardt. Dann haben wir uns gemeinsam aufgemacht und das Projekt hat immer mehr Gestalt angenommen.“

Sich auf den Weg machen auch die beiden christlichen Kirchen mit diesem Projekt. „Veränderung ist von Gott angestoßen und nicht nur die Reaktion auf irgendeine Not“, betonte Dechant Wulf. „Wir wollen mit den Pilgerwegen die erreichen, die sich vielleicht schon weit von der Kirche entfernt haben, aber auf der Suche sind nach Gott.“

Pilgern bedeute, sich auf einen anderen Rhythmus einzulassen, einer Sehnsucht nachzugeben, erläuterte Superintendent Hammer. Wörtlich übersetzt heiße Pilger „der sich vom eigenen Acker aufmacht“, dem sich somit etwas Neues erschließe.

Begeistert war Hammer davon, dass sich für das Pilgerprojekt in Kallenhardt so viele ehrenamtlich engagiert hatten. „Es ist gut, dass es hier so wunderbare Menschen gibt in den beiden Kirchen.“ Die hatten sich nicht nur bei den Pilgerwegen engagiert, sondern auch die Clemenskirche in eine Lichterkirche verwandelt. Zum Dank dafür gab es für die Helfer einen Pilgertropfen.

Dank sagte auch Bürgermeister Peter Weiken für den Mut, neue Wege zu gehen. „Ich denke, dass das in vielen Bereichen wichtig ist.“ Die Vorzüge des Pilgerns stellte auch Pfarrer Uwe Müller heraus: „Jeder Schritt dabei ist ein Schritt in unsere Seelen hinein.“

Groß war die Resonanz schon am Mittag beim Pilgern vom Eulenspiegel nach Kallenhardt. „Mit so vielen Menschen habe ich nicht gerechnet“, war Gemeindereferentin Hildegard Langer ganz überwältigt von über 100 Pilgern, die sich gemeinsam mit ihr auf den Weg machten. Die erfuhren während der Wanderung, die durch zahlreiche Impulse angereichert wurde, auch einiges über den Jakobsweg, waren doch mit Ingrid Rieger und Manfred Neß sowie Hartwig Bertram und Markus Gödde vier erfahrene Jakobuspilger mit dabei. Hartwig Bertram wurde im Gottesdienst interviewt, wie er es erlebt habe, in einer solch großen Gruppe zu gehen. „Das erinnerte mich an die letzten zehn Kilometer vor Santiago, was die Menge an Pilgern anging“, so Bertram. „Ich habe viele Gespräche geführt, das war sehr berührend."  

Text: Tanja Frohne - Westfalenpost vom 6.05.2018

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