Bibelerzählerin in Kallenhardt

 Einen Volltreffer landete die Kolpingfamilie mit der Einladung von Magdalene Göddeke aus Sögtrop im Sauerland. Seit einigen Jahren unterhält sie Gläubige und Interessenten als Bibelerzählerin. Privat ist sie kaufmännische Angestellte und Hausfrau, die seit dreißig Jahren ehrenamtlich in verschiedenen Kirchenämtern tätig ist.

Vom Bergkloster in Bestwig erfuhr sie, dass dort Kurse zu Bibelgeschichten angeboten werden und nahm an einer Ausbildung teil. Im Nachbarort Kirchrarbach feierte sie ihr Debüt als Erzählerin biblischer Geschichten, die dortige Begeisterung sprach sich schnell herum, sodass seither ihr Bekanntheitsgrad ständig gewachsen ist und sie von vielen Vereinen und Kirchengemeinden eingeladen wird. „Es macht mir Spaß, ich freue mich mit, wenn die Menschen mir zuhören und ich ihnen einen schönen Abend mit meinen Vorträgen vermitteln kann“, so Magdalene Göddeke. Die Bibel sei tausende von Jahren alt, begann sie, es seien dort viele Erlebnisse festgehalten, die sich im Laufe der Jahrhunderte durch weitererzählen veränderten. Noch heute sei es teilweise so beim Dorftratsch, erinnerte die Erzählerin. Ihren Vortrag selbst hielt sie spannend in der Ich-Form, so als sei sie dabei gewesen und nahm als Beispiel die barmherzige Samariterin. Ihr Dasein erschien ihr sinnlos, sie versuchte es mit einem losen Lebenswandel zu ändern, geriet schnell in die Kritik, von Frauen verachtet, von Männern begafft gehörte sie bald zum Abschaum. Sie mied die Öffentlichkeit und schöpfte in der glühenden Mittaghitze, wenn andere ruhen, Wasser aus dem Brunnen. Hier sprach sie ein Fremder an, noch dazu Jude. Er erzählte ihr vom lebendigen Wasser, wußte aus ihrem Leben, gab ihr mit seinen Worten ihre Würde zurück, sie hatte wieder Mut zum Leben. Sie beginnt selbst die Leute zu motivieren zum Jakobsbrunnen zu gehen und dem Fremden, der ewiges Leben verheißt, zu lauschen und erfährt, dass sie wieder beachtet wird und der Gemeinschaft angehört. 

 

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