Osterjubel im Jammertal!

Ein Erlebnis der besonderen Art ist zurzeit der frühe Morgen auf der Rüthener Stadtmauer oberhalb des „Jammertales“.

Besonders sonntags, wenn kaum andere Geräusche zu hören sind, erhebt sich noch in frühester Dämmerung ein großartiges, vielstimmiges Konzert. Unzählige Singvögel begrüßen mit ihrem Gesang den aufgehenden Tag.
Es ist eine erhabene Stimmung. Man fühlt sich ein wenig wie Gott am siebten Schöpfungstag, wenn tief unten im Tal der Lobgesang der Kreatur erklingt. 

Wie wenig passt der Name dieses Tales und die Vergangenheit als Bannort der Pestkranken zu dieser Herrlichkeit!

In dieser Hinsicht ist unser Jammertal ein wahrhaft österlicher Ort: Wie auf Golgatha liegen die Stätten des Todes und der Auferstehung so nahe beieinander, dass sie eigentlich identisch sind.
Wir wissen, dass die Natur gleichzeitig ganz lebendig, ganz tödlich, ganz grausam und ganz voller Liebe ist. Für sie sind diese Gegensätze unbedeutend – für uns Menschen sind sie unerträglich.
Das österliche Geschehen von Tod und Auferstehung Jesu will uns auf einer neuen und höheren Ebene mit der Gegensätzlich-keit unserer Existenz versöhnen und den einzelnen Menschen zur aktiven Mitwirkung daran ermutigen.

Mit Christus können wir von Herzen in den Lobpreis der Natur einstimmen und das Jammertal verwandelt sich in ein Jubeltal.

Den erlösten Osterjubel wünsche ich Ihnen, auch im Namen des Pastoralteams, von ganzem Herzen!

Ihr/Euer

Bernd Götze, Pfr.

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