Go{o)d run! - Marathon mit Gott

Die katholische Kirchengemeinde lädt in der Fastenzeit zu einer sportlich-spirituellen Begegnung mit Gott ein. Unter dem Motto „Go{o)d run! - Marathon mit Gott“ setzt die Idee bei der Überlegung an, dass Laufen dem Körper und der Seele gut tut. Egal, ob man nun geht, joggt oder walkt und in welchem Tempo man das macht, jeder kann sich bei der Aktion an seinem sportlichen Können orientieren - darum geht es auch gar nicht vordergründig. Das Besondere an der Idee ist, angeregt durch gedankliche Impulse die Bewegung mit einer persönlichen Spiritualitat zu verbinden, erklärte Hildegard Langer bei einer Andacht als Auftaktveranstaltung am Aschermittwoch.

Als Zeitraum findet sie die Fastenzeit gut gewählt. Auch ohne sportliche Höchstleistungen geht es mehr um das Laufen als ein Mittel, um den Kopf freizubekommen und die Gedanken schweifen zu lassen. Von Aschermittwoch bis Ostermontag sind es 42 Tage, wenn man jeden Tag einen spirituellen Kilometer zurücklegt, hat man in etwa die Marathondistanz bewältigt, alle drei Tage um die Stadtmauer passt auch ungefähr, oder einmal in der Woche sieben Kilometer und wer besonders sportlich ist, kann auch 42 Kilometer am Stück laufen. Aber das braucht natürlich nicht sein bei dem „Marathon mit Gott“. Von der antiken Marathonstrecke von dem gleichnamigen Ort nach Athen erzählte die Theologiestudentin Lena Schnurbus-Krähwinkel in der Andacht. Sie hatte sich auch mit dem Thema des Spirituellen Laufens auseinandergesetzt und daraus einen Fragebogen entwickelt, den alle Teilnehmer ausfüllen konnten. Lena Schnurbus-Krähwinkel wertet ihn im Rahmen eines Projektes in ihrem Masterstudiums aus.

In der Andacht gab es auch viel Musik, da konnten die Gedanken schon auf die Reise gehen. Ein Tipp für den „Marathon mit Gott“ war, sich eine schöne Strecke für sein spirituelles Laufen auszusuchen, da könne man gut „über Gott und die Welt“ nachdenken. Statt der mit einer Stoppuhr gemessenen Zeit bekommen die Teilnehmer für ihre Wege Impulse, entweder nach der Anmeldung per WhatsApp, Email oder man nimmt sie sich ausgedruckt in der St. Nikolauskirche mit. Jede Woche steht mit ihren Impulsen unter einem Stichwort wie Aufbruch, Gehen, Loslassen, Rasten, Durchhalten, Ertragen und Ankommen.

Den Startschuss zu diesen auch sinnbildlich neuen Wegen machten die Gemeindemitglieder mit der Aufbruchsandacht, das Ziel wird dann symbolisch an dem Samstag vor Palmsonntag erreicht, wenn die Katholische Kirchengemeinde am 27. März um 18 Uhr unter dem Thema „Zielgerade erreichen“ ebenfalls zu einer Andacht in der Nikolauskirche einlädt.

Foto und Text: Markus Kloer - DERPATRIOT

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