Gottesdienst zum Valentinstag

Rüthen. Ein Gottesdienst für Paare am Valentinstag, das klingt nach einer guten Idee - besonders zumal die Kirche sich doch bemüht, neue Wege zu gehen und die Menschen da abzuholen, wo sie ihnen in ihrem Lebensalltag begegnet. Doch was kann man sich unter einem Gottesdienst für Paare vorstellen? Moral, sowas wie eine Paartherapie oder vielleicht etwas fürs Herz? Erstmal war es Musik, von der Münchner Freiheit. „Solange man Träume noch leben kann“ wurde da gesungen und darum ging es wohl auch, gemeinsam auch nach einer langen Partnerschaft noch Träume zu haben, sich gegenseitig zu stärken und aufeinander zuzugehen – in guten wie in schlechten Zeiten.

Passend zu der Karnevalszeit meinten die Gemeindereferentinnen Christa Mertens und Hildegard Langer, die den Gottesdienst gestalteten, man solle auch mal schmunzeln auf die Partnerschaft blicken, das macht vielleicht einiges einfacher. Besonders in der momentanen Zeit ist man viel mit seinem Partner zusammen, das ist schön, kann aber auch eine Herausforderung sein. Auch wenn der Mensch sich mal überfordert fühlt, steht Gott zu einem, war eine Botschaft aus dem Altarraum. Bei den vorgelesenen Texten und Fürbitten hatten die Gemeindereferentinnen Unterstützung von zwei Paaren. Hildegard und Josef Wiegelmann-Marx sind schon über 50 Jahre verheiratet, Marian und Carina Krüper haben erst kürzlich geheiratet, das passte gut zu den altersmäßig bunt gemischten Gottesdienstbesuchern.

Wie Paare miteinander im Gespräch bleiben und sich gegenseitig stärken können, danach gingen sie in dem Gottesdienst auch wortwörtlich auf die Suche. In der Kirche waren Tische mit Symbolen wie Wasser, Brot, einer Schale oder einem Krug aufgebaut, dabei lagen Karten mit Impulsen. „Was tut uns im Alltag gut?“, „Welche Lieblingsorte haben wir?“, „Was machen wir für unser Miteinander?“ oder „An welches gemeinsame Fest denken wir gerne zurück?“ waren Fragen, die die Paare in der Tat miteinander ins Gespräch brachten, wie man an dem Gemurmel in der Kirche hören konnte. Der Gottesdienst war erfreulich gut besucht, war Christa Mertens zufrieden mit dem weiteren Experiment, Kirche und Gottesdienst mal anders zu erleben. Das Erlebte hatte seine Wirkung auf die Besucher, wie an dem gelösten Miteinander und den (trotz Maske erkennnbaren) glücklichen Gesuchtern feststellen konnte.

Foto und Text: Markus Kloer, DERPATRIOT

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