Das neue pastorale Team stellt sich vor

RÜTHEN „Tja, ich muss Punkte sammeln“, schmunzelte Pfarrer Waldemar Kolotzek, als wieder einmal nach einem Witz seinerseits der Saal in Gelächter ausbrach. Das scheint ihm bei der Versammlung gestern Abend durchaus gelungen zu sein, dem neuen Leiter des Pastoralverbunds Rüthen und des künftigen pastoralen Raumes. Aber in der Gemeindehalle Altenrüthen gab es natürlich auch ernste Themen zu besprechen.Zu Hunderten waren sie gekommen. Gemeindemitglieder, die in Scharen aus allen Ortsteilen nach Altenrüthen pilgerten. Des Hirten neue Schäfchen. Sie alle begrüßte Pfarrer Kolotzek mit strahlendem Lächeln.

Ihre Anzahl sei ein gutes Zeichen, war der 54-Jährige überzeugt. Dafür, dass ihnen die Zukunft der Kirche wichtig sei. Und selbst sammelte Kolotzek sogleich den ersten Punkt: „Ich habe immer von einer Gemeinde irgendwo am Rande des Sauerlandes geträumt. So wie Nettelstädt habe ich mir das vorgestellt.“ Der Pfarrer skizzierte seinen Werdegang und drückte sein Bedauern über Pfarrer Bernd Götzes Fortgang aus. Bis zuletzt habe er gehofft, dass er bleibt. Derweil präsentierte sich das neue pastorale Team – Pfarrer und Gemeindereferentinnen aus beiden Verbünden – schon wie eine Einheit. Nacheinander stellten sie sich vor, strahlten meist Zuversicht aus und motivierten. Und: Beantworteten auch einige Fragen der Zuhörer. Hier die wichtigsten, angefangen mit den zukünftigen Aufgaben der Teammitglieder. Pfarrer Kolotzek: Er kümmert sich um Pfarrbüro, Pastoral Aktuell, pfarramtliche Zeugnisse, Terminplanung und Beschwerden. Er vertritt den Pastoralverbund nach außen und kümmert sich als Kirchenvorstandsleiter um das Vermögen der Kirchengemeinden. Pastor Wiechers: Er zieht im März nach Anröchte und übernimmt dort einige Aufgaben. Aber er kümmert sich vor allem in den Norddörfern um die Kommunionsvorbereitung und die Ministrantenbegleitung samt Wallfahrt. Er kündigte an, die Jugendarbeit ausweiten zu wollen. Auch im Gymnasium Rüthen wird er aktiv. Pastor Stefan Gosmann: Er bleibt vor Ort. Er arbeitet mit den Pfarrgemeinderäten Rüthen, Meiste und Kneblinghausen, ist Ansprechpartner für die Kindergärten in Rüthen und Altenrüthen und macht die Seelsorgestunde in der Grundschule. Gosmann betreut Messdiener, Pfadfinder, Landjugend, Kolping und das Altenheim, den Liturgiekreis und die Krankenkommunion im Kirchspiel Altenrüthen. Auch seine Initiativen wie das Bibelgespräch am Küchentisch laufen weiter. Vikar Johannes Sanders: Mit 28 Jahren der jüngste im Bunde und erst seit Juni in Anröchte, nimmt er sich der Leiter der Wortgottesfeiern in Rüthen an.

Gemeindereferentin Reinhild Schramm: Als Dreweranerin hat sie endlich wieder Heimspiel, widmet sich zunächst aber nur ihren Aufgaben in Anröchte. Gemeindereferentin Christa Mertens: Sie behält all ihre alten Aufgaben – etwa die Caritas – und kümmert sich nun auch um die katholischen Frauengemeinschaften in Rüthen. Gemeindereferentin Hildegard Langer: Ihre Erstkommunionvorbereitung läuft wie gehabt. Die Kindergärten in den Ortsteilen, die Pfarrgemeinderäte im Norden, Wallfahrt, die Grundschulen und das Pilgerprojekt 3Klang fallen in ihr Aufgabengebiet. Pfarrer a.D. Norbert Tentrup und Heinrich Wieczorek: Als – so O-Ton Pfarrer Wieczorek – „Wanderprediger und mobiler Pastor“ stehen sie für Messen zur Verfügung. Pfarrer Götze: Kolotzek freute sich, dass alle alten Aufgaben von Pfarrer Götze aufgeteilt werden konnten. Und versprach: Wer Götze für eine Messe wünscht, habe seinen Segen dafür. Götze wird wegen Problemen mit seiner neuen Wohnung wohl noch bis Februar in Rüthen wohnen. Prozessionen: Kolotzek hat bereits gemerkt, wie wichtig den Rüthenern ihre Prozessionen sind. Die Daten dafür könnten notfalls verschoben werden, aber sie sollen weiter stattfinden. „Ich habe mir ein Laufband gekauft und muss jetzt nachrüsten, wo die Steigung dazukommt“, witzelte er. Pfarrnachrichten: Einige Infos sollen geteilt werden, aber es wird wohl weiterhin zwei Ausgaben für Anröchte und Rüthen geben. Messen: In der Johannes- und Nikolauskirche sollen alle Sonntagsmessen stattfinden. In den Dörfern zu 90 Prozent auch, ansonsten Wortgottesfeiern. Pfarrhaus an der Johanneskirche: Pfarrer Kolotzek will es nicht verkaufen, obwohl es nun nicht mehr bezuschusst wird. Es soll ein Ort für karitative Dienste werden – etwa die Caritas-Sozialstation. Pfarrbüro Rüthen: Es bleibt als solches bestehen. Die Zukunft im pastoralen Raum: Der pastorale Raum Anröchte-Rüthen wird wohl Anfang des neuen Jahres errichtet. Dennoch: In den nächsten etwa drei Jahren soll sich für die Gemeindemitglieder kaum etwas ändern bis auf die Gesichter am Altar. In dieser Zeit wird eine pastorale Vereinbarung geschaffen. Das kann in Zusammenlegungen von Pfarreien münden. Aber: Kolotzek will nichts überstürzen. Zum Schluss appellierte der Pfarrer, dass die Gemeinschaft beim Gottesdienst wichtiger sei als eigene Kirchenmauern. Er schloss mit Gebeten.

TExt und Foto aus DERPATRIOT - Birte Schönhense

 

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